Presse


Was die Presse über anthos sagt …

„…Musik, die man sich kaum spannender vorstellen kann. Ein enthusiastisches Publikum belohnte jedes Stück mit lang anhaltendem Beifall. Vom ersten Schlag an begeisterten die sechs Schlagzeuger durch ihr konzentriertes und virtuoses Spiel […] und nahmen ihre Zuhörer mit auf Entdeckerreise durchs Klanguniversum.“

Cellesche Zeitung; 30.11.1996

„Todernst greifen vier junge Musiker zu ihren Instrumenten: Säge, Eislöffel, …, Styroporblock. Damit bearbeiten sie einen gewaltigen Gong, zwei weitere Nachwuchskünstler regeln die Mikrophone; […] die MIKROPHONIE I von Karlheinz Stockhausen ist der optimale Einstieg zum 4. Europäischen Kongreß für Musiker-Medizin und Musikphysiologie in Hannover. […]     Die MIKROPHONIE erntete […] tosenden Applaus.“

Die Zeit; 11.10.1996

„Mit Maurice Ohanas Etudes chorègraphiques erschloß sich zuletzt eine magische Klangwelt. Das Schlagzeugensemble anthosentwickelte auf mehr als 30 Tonquellen eine raumergreifende Klangfülle.                                                                                                                             Für diese Demonstrationen des Könnens gab es uneingeschränkten […] Beifall.“

Hannoversche Allgemeine Zeitung; 20.01.1998

„Zu Ehren des 70. Geburtstages Karlheinz Stockhausens erklangen als Höhepunkt des Abends die schrillen Geräuschwelten der MIKROPHONIE I. Wie Stockhausen in diesem Werk von 1965 die Grenzen zum Theatralischen ausreizt, wie dicht Experiment, Humor und Spiritualität in der Vorstellungswelt des Komponisten verwoben sind, demonstrierte anthos vorbildlich.“

Kölner Stadtanzeiger „Kultur“; 26.09.98

„Wie Meereswogen fluteten die Klänge aus den vier in den Raumecken aufgestellten Lautsprechergruppen die Zuhörer […].Sie umrauschten sie und trugen sie fort in eine andere Welt […], die alle bekannten Formen der Klangerzeugung zu transzendieren schien, die den natürlich erzeugten Klang entkörperlichten und verselbstständigte. Denn die Tamtam-Schläge waren nicht mehr als Geräusche eben eines Tamtam zu erkennen, sondern lösten und verzerrten sich durch die elektronische Aufzeichnung und Verfremdung mit Filtern und Reglern.“

Rheinische Post; 14.06.1999

„Was hat man sich wohl vorzustellen unter einem Konzert für sechs Schlagzeuger? Auf dem Hof Lohmann in Diensthop wurde das Publikumsinteresse beinahe zu einer Völkerwanderung; das Gelände um das idyllische Anwesen war völlig mit Autos umstellt. […] Der freie Himmel als Resonanzraum scheint in Höhe und Weite ausgelotet zu sein. […]                             Nacheinander werden drei Spieluhren hinausbefördert – die drei Melodien. In begeisternd präzisem Glockenspielunisono erkennt jedes der drei Tierkreiszeichen sich wieder und geht dann seiner Wege; der Plattenglockenspieler beendet sein Spiel; die Marimbaphonspieler treten im pantomimisch unterstrichenen Zeitlupentempo ihres Spieles – ebenso wie sie gekommen sind – wieder ab, und dann verklingen auch die drei Spieldosen mit uhrwerksmäßiger Exaktheit: Hochkomplizierte Mathematikaufgabe, virtuoses Meisterwerk und darstellerischer Geniestreich in einem. […]                                                                                                                         Die überaus sympathischen Künstler und ihre so geistreiche wie künstlerisch perfekte Darbietung werden allen, die sie erleben durften, in ihrer Einmaligkeit unvergesslich bleiben.

Verdener Nachrichten; 10.07.2000

„Die Töne sie selbst sein lassen“, dieser Ruf des amerikanischen Komponisten John Cage – mal gefleht, mal gepredigt – hat im Stil des zeitgenössischen deutschen Komponisten Karlheinz Stockhausen ohne Zweifel Gehör gefunden. Die Konzertbesucher, die gestern früh in Tel-Aviv die Seitenbühne des Performing Arts Center bis zur letzten Reihe füllten – unter ihnen viele neue und junge Gesichter – haben sich gewiß an der Reichhaltigkeit ihres Hörsinns gefreut. Die Qualitäten dieses Sinns, seine Grenzenlosigkeit, seine Fähigkeit, so viele Stimmen und Tonvarianten voneinander zu unterscheiden, wurden von Stockhausen phantasievoll und wagemutig ausgenutzt. Der grobe Alltagslärm, der sich dem Ohr aufdrängt, ohne daß man sich wehren kann, konnte für eine Weile im dunklen Saal vergessen werden …

aus der israelischen Zeitung Haaretz; 28.11.1999